Die Herbstübung der FF NNK am 22.10.2016 wurde bei ...

... strahlendem Herbstwetter abgehalten. Die Übungslage blieb bis zuletzt geheim, BI Klausberger jun. verriet nichts im Vorfeld.

Um 16.00 Uhr begrüßte unser Kdt HBI Johannes MAYR 45 aktive Kameraden und 11 von der Jugend zur Übung. Als Vertreter der Gemeinde waren der Herr Bgm. Ing. Christoph GALLNER und Fr. Vize-Bgm Traudi GALLNER anwesend. Beide verfolgten die gesamte Übung aufmerksam und konnten auch noch beim gemeinsamen Abschluss im FW-Haus kurz teilnehmen.

Nach der Begrüßung teilte uns BI KLAUSBERGER jun. in aller Kürze die Übungslage mit, mehr würden wir auch bei einer Alarmierung via LFK nicht erfahren: "Verkehrsunfall Stadlberg, eingeklemmte Person".

Wir rückten mit allen drei Fahrzeugen aus; aufgrund der Nähe des fiktiven Unfallortes zum FW-Haus marschierte der Rest der Mannschaft zu Fuß aus, 200m sind ja machbar.

Eingetroffen stellten wir fest: Radfahrer unter Traktor geraten, auf den Traktor fuhr ein PKW auf. Vermutliches Geschehen: Traktor fuhr geradeaus bergab, von rechts kam bevorrangt (aufgrund der dortigen Rechtsregel) kurvenschneidend ein Radfahrer und wurde trotz Notbremsung vom Traktor erfasst und überrollt; der hinter dem Traktor nachfolgende PKW fuhr auf den Traktor auf, der Pflug drückte den PKW erheblich ein.

Wir hatten also mit drei Verunfallten zu tun: der überrollte Radfahrer, der schwer geschockte im Führerhaus sitzende Lenker des Traktors und zuletzt der eingeklemmte PKW-Lenker.

Der vorbestimmte Einsatzkommandant HBM Thomas SENGSTBRATL gab mit Ende der Übung freimütig zu, dass er da schon ganz schön gefordert war! Es galt Prioritäten zu setzen, wer musste als erstes versorgt werden, alle Fahrzeuge mussten gesichert werden gegen Abrollen, der Brandschutz wurde aufgebaut, die Umleitung wurde durch mehrere Lotsen aktiviert, Keile, Stahlseile, Unterlegmaterial und Hebekissen wurden benötigt. Die Pflugscharen wurden mit Haberkornhüten "gesichert", das Stahlseil mit einer bunten Decke, damit nicht jemand drüberstolpert. Eigensicherung wurde gelebt!

Alle waren gefordert, einen Traktor hatten wir noch nie als Unfallfahrzeug. Da gab es natürlich auch Fragen während und auch nach dem Einsatz: können die Pflugscharen noch drehen? wie sichern wir die zum Schutz der Helfer? was kann passieren, wenn wir den Traktor vorne anheben und hinten der Pflug noch mehr auf den PKW drückt? oder ist es gar kein Problem?

Wir lösten pragmatisch und einfach sehr schnell: nach drei Minuten waren wir am Einsatzort - nach einer Minute war die Erkundung des EKdten abgeschlossen - nach weiteren drei Minuten waren die Beratungen und Einweisungen der GrpKdten abgeschlossen - aber dann ging es los mit der Bergung und Rettung! Wir haben wirklich alles an verfügbaren Equipment zum Einsatz gebracht, damit auch alle was zu tun haben.

In der Nachbesprechung vor Ort wurde mehrheitlich gelobt, es war aber auch wirklich gut gelaufen. Aus kleinen Fehlern lernen wir!

Um 18.00 Uhr im FW-Haus feierten wir den 60er unseres E-AW Josef MAYR! Danke an ihm für das Essen vom Gh SCHMIDBAUER, Bratl und Ripperl mit Knödel und Kraut vom Feinsten, alles ging weg (und des war net weng). Danke für das große Fass Bier! Alles ging weg!

Die Jugend hat uns mit 11 Jungfeuerwehrmännern/-frauen zugeschaut bei unserer Übung und lernt hoffentlich dabei.

Danke an Klara FORSTNER für die fotografische Arbeit bei unseren drei Hauptübungen dieses Jahres, Danke auch an "unseren" FW-Fotografen Max MAYRHOFER.

Großer Dank auch an die "PEVNY-Group", die den Übungsauf- und abbau gewährleistete und den Traktor stellte.

 

 


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